schuppenSchuppen sind nicht nur ein ästhetisches Problem. Sie sind ein Zeichen für eine Störung der Kopfhaut. Schuppen werden von mehreren Faktoren beeinflusst. Die neuesten Forschungen weisen aber deutlich darauf hin, dass sie vor allem erblich bedingt sind. Außerdem sind Schuppen mit Stress, unausgewogener Ernährung und einer Unverträglichkeit bestimmter Wirkstoffe von Haarprodukten verbunden, weshalb sich Schuppen auf der Kopfhaut bilden. Auch überschüssiges Fett (Talgüberschuss) wird mit Schuppen in Verbindung gebracht.

Unabhängig von der Ursache zeigen sich die Schuppen immer auf dieselbe Art und Weise: über eine beschleunigte Erneuerung der oberen Hautschichten, wobei die abgestorbenen Zellen sich als Schuppen lösen.

Nach einer wirksamen Behandlung gegen Schuppen wurde immer wieder gesucht – sowohl von denjenigen, die unter diesem Haarproblem leiden, als auch von den Haarexperten, die Schuppen behandeln sollen. Die Verwendung von Salicylsäure für das Haar war eine der eingesetzten Anti-Schuppen-Strategien. Dieser Wirkstoff wird schon lange in Kosmetikbehandlungen (etwa gegen Akne) eingesetzt. Er hat keratolytische Eigenschaften (Peeling-Effekt) und trägt auf der Kopfhaut zu einer ausgewogenen, normalen Schuppenbildung bei.

Die Forscher des Svenson Haarinstituts haben eine klinische Studie zur Wirkung von Salicylsäure gegen Schuppen durchgeführt. Ihr Ergebnis: Der Effekt dieser Säure gegen Schuppen ist umso größer, je höher die Konzentration des aufgetragenen Wirkstoffs (stets in Dosierungen, die nicht schädlich sind) und je länger er mit der Kopfhaut in Kontakt ist.

Nachweislich konnte die Schuppenbildung bei Patienten mit dieser Haartherapie um bis zu 90 Prozent reduziert werden – eine Wirkung, die bereits ab den ersten Sitzungen sichtbar ist.

Neben dieser spezifischen Haartherapie müssen auch einige Verhaltensregeln eingehalten werden, um eine übermäßigen Schuppenbildung zu vermeiden:

  • regelmäßige Haarwäsche (Schmutz und Überreste von Schweiß und Kosmetikprodukten sind sehr schädlich für das Haar und verschlimmern die mit Schuppen verbundene Kopfhautstörung)
  • Nutzung eines auf die Schuppenart (fettige oder trockene Schuppen) angepassten, spezifischen Anti-Schuppen-Shampoos
  • Vermeidung von Haar-Produkten, die für die Kopfhaut aggressiv sind
  • Vermeidung von Dauerwellen oder Glätt-Techniken, die das Haar schwächen können
  • Pflegen eines gesunden Lebensstils
  • Vermeidung von Stress, denn dieser beschleunigt die Schuppenbildung

Diese Verhaltensweisen ermöglichen eine normale Funktion der Kopfhaut und beugen der übermäßigen Bildung von Schuppen vor.

Wird Ihr Schuppenproblem nicht besser, sondern eher schlimmer, sollten Sie einen Haarspezialisten aufsuchen.

FOTO: André Mouraux

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