Diese Behandlung kam bisher hauptsächlich in der Gesichtskosmetik zum Einsatz – zur Verjüngung der Haut. Das mit Blutplättchen angereicherte Plasma (PRP) findet seit Kurzem jedoch auch auf dem Gebiet der Haargesundheit Anwendung, da damit unterschiedlichen Arten von Haarausfall vorgebeugt und Haarverlust gelindert werden kann. Verschiedene Experten haben positive Wirkungen erzielt bei Probanden, die auf PRP als Methode zur Bekämpfung von Kahlköpfigkeit setzen.

Bei dem blutplättchenreichen Plasma handelt es sich um eine Technik, deren Verwendung in die 60er-Jahre zurückreicht. Dabei wird im Organismus ein Gleichgewicht hergestellt, mit dem sich die Anzeichen des Alterungsprozesses hinauszögern lassen. Diese einfache und ambulante Technik, die der ästhetischen Verbesserung der Haut dient, basiert auf der Einbringung von PRP in die Haut, um die Funktionen der Fibroblasten (der für die Hautqualität und -struktur verantwortlichen Zellen) zu aktivieren.

Was das Haar betrifft, so wurde bei den mit dieser Technik behandelten Patienten eine bemerkenswerte klinische Reaktion festgestellt: Den Wissenschaftlern zufolge trugen die Wirkungsprinzipien des PRP erheblich zur Verbesserung der Haarphysiologie bei. Dies beruht darauf, dass Blutplättchen diejenigen Körperzellen mit dem höchsten Anteil an Wachstumsfaktoren sind. Deshalb stoßen sie beim Einspritzen in Körpergewebe auf natürliche Weise dessen Generierungs- bzw. Regenerierungsprozess an.

Laut der PublikationBiostimulierung mit blutplättchenreichem Plasma bei der Behandlung von Haarausfallvon Dr. Sabatino Papandrea im International Journal of Cosmetic Medicine & Surgery wurde nach drei Behandlungssitzungen mit Injektionen von PRP in die Kopfhaut Folgendes nachgewiesen:

  • Der Prozentsatz von Haaren in der Anagenphase (Wachstumsphase) bei androgener Alopezie steigt.
  • Bei Alopecia areata, dem „kreisrunden“ Haarausfall, wird eine Verdichtung des betroffenen Bereichs erzielt.
  • Bei dystrophem Haar kommt es zu einer spürbaren Verbesserung des Stoffwechsels der Haarkutikula.

Konkret bedeutet das: Die Anwendung von blutplättchenreichem Plasma trägt zum Wachstum und zur Stimulierung der Haargefäße bei. Die Sitzungen erfolgen in Abstimmung auf die Einzelfallanalyse und bestehen im Wesentlichen in PRP-Mikroinjektionen in die Kopfhaut. Das Plasma stammt aus dem Eigenblut des Patienten. Es gelangt direkt an den Haarfollikel und unterstützt so die Regeneration des Haars. Einige Experten vertreten die Auffassung, dass durch die Kombination der Behandlung mit einer Lasertherapie, wie sie von Svenson angeboten wird, bessere Resultate erzielt werden.

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